Da haben wir den Schlamassel. Als ich „Der gute Mörder“ von William Shaw → rezensiert habe, war im ersten Moment alles klar: Gutes Buch, aber für mich nichts Besonderes. Deswegen gab es auch „nur“ eine 3-Sterne-Bewertung von mir.
Trotzdem ist es ungerecht. Irgendwie.

Der Thriller ist gut. Objektiv gesehen. Er hat einen typischen Thriller-Aufbau, ist für das breite Publikum verständlich geschrieben, jeder Charakter hat einen bestimmten Wesenszug, er ist perfekt gekürzt.
Objektiv gesehen ist das Buch sicherlich 5 Sterne wert, denn der Autor hat alles richtig gemacht.

Aber da prangern nur 3 Sterne von mir auf dem Buch.

Jetzt komme ich eigentlich aus der Autorenecke, habe früher eine Schreibgruppe geleitet, ein Autorenforum geführt und Autoren gecoacht. Damals war es für mich ganz normal, objektiv an die Texte ranzugehen. Denn ich las nicht nur Thriller gegen, sondern auch Fantasymanuskripte und sogar Erotikgeschichten, also Genres, die ich eigentlich gar nicht mag und privat nie lese.
Da gab es keine subjektiven Einsprüche, sondern es ging ganz bürokratisch Seite um Seite objektiv zur Sache.
Macht der erste Satz neugierig? Zieht der Einstieg den Leser in den Bann? Sind die Figuren ausreichend charakterisiert und ist die Motivation glaubwürdig? Passt der Aufbau, folgt er der Heldenreise? Gibt es einen Höhepunkt? Falsche Fährten? Wurden alle Konflikte aufgelöst? Was kann raus, was sollte gekürzt werden? Usw.
Alles nach Plan.
Am Ende hätte ich das Buch mit einem Punktesystem bewerten können. Ohne subjektive Einmischung.

Aber wir sind hier ja nicht in einer Textwerkstatt. Das hier ist ein Blog. Ein persönlicher Buchblog, ein persönliches Lesearchiv.
Das funktioniert hier nicht objektiv.

Jetzt sitze ich da und denke mir, wie ungerecht Buchblogrezensionen sind. Und andererseits genau das Richtige.
Ein Widerspruch.

Lesen ist einfach nicht objektiv. Lesen ist so was von subjektiv und eine Bewertung hängt von so vielen anderen Aspekten ab. Zum Beispiel merke ich immer wieder, dass die Erwartungshaltung ganz viel Einfluss auf die Bewertung nimmt. Zwar versuche ich, möglichst ohne dieser „bösen“ Erwartungshaltung an ein Buch zu gehen, doch das gelingt nicht immer. Manchmal gibt es im Vorfeld schon so viele Lobeshymnen, dass man einfach mit einem Meisterwerk rechnen muss. Das geht dann meistens schief, denn oft erwarte ich mehr als das Buch im Endeffekt bieten kann.
Manchmal passt das Buch nicht in die Zeit. In meine Zeit. Ich wechsele gerne Genres ab, lese knallharte Mainstream-Thriller ohne Tiefe und brauche dann wieder einen gesellschaftskritischen Thriller, der mich über alles und jenes und die Welt im Gesamten nachdenken lässt. Oder ich lese nach einem blutigen Thriller einen literarischen Roman, bei dem es auf die Sprache ankommt, weniger auf die Handlung. Und manchmal greife ich einfach zum falschen Buch zur falschen Zeit. Da lese ich etwas Anspruchsvolles, wo ich aber vom Alltag selbst ausgelaugt bin, so dass mich das Buch einfach überfordert und nervt und ich froh bin, „durch zu sein“. Hätte ich das gleiche Buch zum Beispiel im Urlaub gelesen, hätte ich es vermutlich total anders bewertet. Da fließt dann die subjektive Verfassung in die Wertung mit ein. Und ja, das ist total ungerecht dem Buch gegenüber.
Und trotzdem: So ist es.

Jetzt kommt das aber.

Aber genau wegen diesen absolut subjektiven Bewertungen liebe ich Buchblogs und blogge selbst. So ein Blog ersetzt meine Lesenotizen, er ist für mich ein ganz persönliches Lesearchiv, in dem ich blättern kann, stöbern kann, vergleichen kann.
Mit der Zeit kann ich auch die anderen Buchblogger sehr gut einschätzen. Durch ihre subjektiven Bewertungen weiß ich, ob ihnen ein Buch gefallen wird oder nicht. Und umgekehrt ist es genauso. Wenn ich von anderen Bloggern einen Lesetipp bekomme, weiß ich, der passt perfekt zu mir. Ich muss auch sagen, bisher haben die Tipps mich von anderen Bloggern zu 100% Prozent überzeugen können. Das kann der Amazon-Algorithmus nicht, der kann ja nur objektiv.
Durch die Blogs mit ihren subjektiven Rezensionen lernt man sich kennen. Ziemlich genau kennen.

Von daher passt es schon, wenn Blogrezensionen total subjektiv sind. Ich finde, diese Subjektivität ist auch die Stärke von Blogs. Ohne die wären Blogs doch total langweilig.

Aber wie sieht es bei Rezensionen auf anderen Plattformen aus?
Viele Buchblogger rezensieren auch auf Amazon, Thalia, Lovelybooks, Goodreads, Was liest du, … Diese Plattformen sind ja keine Blogs, keine persönlichen Lesearchive (Goodreads und Lovelybooks vielleicht ausgenommen), wie subjektiv dürfen/ sollten Rezensionen dort sein?
Das ist die Frage, die mich nun beschäftigt.
Wie gesagt, zuviel Subjektivität ist außerhalb von persönlichen Buchblogs irgendwie unfair den Büchern gegenüber, empfinde ich jetzt. Besonders dann, wenn rein objektiv betrachtet das Buch eine viel bessere Bewertung erhalten hätte, wenn man keine Rücksicht (oder nur ein ganz klein wenig) auf den ganz persönlichen Lesegeschmack nimmt.
Klar, keine einzige Buchkritik ist frei von Subjektivität. Auch im Feuilleton nicht. Es spielt immer der Leser selbst eine Rolle bei der Bewertung, alles andere wäre unmenschlich. Nur hat in Blogs das Persönliche eine viel größere Rolle als eben im Feuilleton oder auf anderen Plattformen.
Da ich Blogger bin, ein Leser, der extrem emotional liest und wertet, bleibt auch Amazon und Co eine subjektive Meinung nicht erspart. Ich bin ja kein Algorithmus, sondern ein unfairer subjektiver Leser.

Objektiv gesehen sind Blogger schon ein unfairer Rezensionshaufen, wenn ich das jetzt ganz objektiv betrachte. Und trotzdem: Es passt und soll bitte so bleiben!

Seht ihr Subjektivität in Blogrezensionen als Stärke oder als unfair Büchern gegenüber?

Die Leserin

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25 Kommentare

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  • Hallo Iris,

    diese Einblicke ins Bloggerdasein sprechen genau das an, was das Bloggen ausmacht: Die Subjektivität spielt eine große Rolle und genau das macht die Blogs aus. Aus einer super objektiven Beurteilung heraus stelle ich nicht fest, ob ich ein Buch lesen sollte oder nicht. Aber aus der Kombination mit persönlichen Eindrücken schon viel eher. Und wie du sagst, man kennt die Blogeinschätzungen anderer irgendwann.

    Feuilleton-Artikel lese ich gerne, aber die Entscheidung für oder gegen ein Buch fälle ich damit nicht.
    Letztlich ist die Subjektivität das, was die Literaturszene online so bereichert.

    Viele Grüße, Bettina

    • Hallo Bettina,
      ich sehe schon, wir gehen konform. Ich glaube sogar, ohne Subjektivität der Blogger würde ich andere Blogs gar nicht lesen wollen. Ich lese auch im Feuilleton hauptsächlich nur Kritiken, aus denen die subjektive Meinung der Kritiker spricht. Die eher objektiv geschriebenen Feuilleton-Rezensionen finde ich total langweilig. Die sind vielleicht mehr was für Berufskollegen.
      Vielen Dank für deinen Kommentar und einen guten Start ins Wochenende! Liebe Grüße, Iris

  • Hallo Iris,

    ein wirklich toller Artikel!

    Für mich ist es ohne die subjektive Meinung gar keine richtige Rezension mehr, dann wäre es eine reine Buchkritik. Auch wenn beide Begriffe eigentlich das gleiche aussagen, ist die „Buchkritik“ eine rein fachliche Beurteilung eines Buches während die „Rezension“ eine Leserbewertung ist. Gut, auch Leser haben oft sachliche Argumente in ihren Rezensionen. Die subjektive Sichtweise steht allerdings immer im Vordergrund. Wer dagegen eine Buchkritik für eine Zeitschrift oder ähnliches schreibt, richtet sich selten nach den eigenen Vorlieben. Es mag sein, dass diese mal mit reinspielen. Sie fallen bei der Bewertung aber letztlich nicht ins Gewicht.

    Genau aus diesem Grund lese ich aber auch lieber Rezensionen. Was bringt mir ein fachlich korrekt umgesetztes Buch, wenn der Funke einfach nicht überspringt? Gut, da es subjektive Meinungen sind, könnte es bei mir ja anders sein. Dennoch ist es ein Anhaltspunkt, wenn sich die kritischen Rezensionen häufen. So gesehen finde ich es keinesfalls unfair sondern gerade besonders fair den anderen Lesern gegenüber. Die Bücher wurden ja nicht für sich, den Verlag oder den Autor sondern eben für den Leser geschrieben. Da funktioniert einfach nichts ohne Subjektivität.

    Gruß
    Annett

    • Hallo Annett,
      du hast hier einen besonders schönen Satz geschrieben, der mich nun ärgert, weil er mir für den Text nicht eingefallen ist 🙂 :
      „So gesehen finde ich es keinesfalls unfair sondern gerade besonders fair den anderen Lesern gegenüber.“
      Stimmt nämlich. Wenn der Funke nicht überspringt, und sei das Buch auch noch so perfekt geschrieben, wäre es unfair den eigenen Lesern gegenüber, dies zu verschweigen.
      Danke für deine Zeilen und ganz besonders für diesen Satz, liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende!

  • Finde ich total gut – Rezensionen sind ja nun mal Meinungen. Man kann ja auch objektiv kritisieren/loben, aber wenn das Gefühl nicht stimmt, wenn da irgendein Draht zur Geschichte oder zu den Charakteren fehlt, dann empfindet man das Buch nun mal nicht als so handwerklich perfekt, wie es vielleicht ist. Ich bin der Meinung, dass beide Seiten der Medaille ihre Daseinsberechtigung haben, aber nur gemeinsam machen sie einen Blog doch erst zu etwas besonderem; das Objektive sieht schließlich jeder 🙂
    Liebe Grüße, Katharina

    • Hallo Katharina,
      vielen Dank für deinen Besuch und deinen Kommentar!
      Ein Buch kann durchaus handwerklich perfekt sein (wie mein genanntes Beispiel „Der gute Mörder“, bei dem selbst der Titel perfekt gewählt wurde), aber trotzdem fehlt ihm irgendwie irgendwas. Wie Annett schon im Kommentar angemerkt hat, der Funke fehlt. Das bisschen Etwas, das uns Leser ein Buch leidenschaftlich lesen lässt oder eben nur lesen lässt.
      Du hast Recht: Zu einer guten Rezension gehören beide Seiten. Objektivität einerseits, Subjektivität andererseits. Das eine ergänzt das andere, und der Mix aus beiden ist dann das, was uns an Blogrezensionen gefällt. Ich finde deine Anmerkung dazu sogar ganz wichtig. Beide Seiten machen es erst zu einem Ganzen.
      Danke für deine Zeilen! Und einen guten Start ins Wochenende! Liebe Grüße, Iris

  • Hey 🙂

    Du bringst da Gedanken auf, die mir selbst schon durch den Kopf gegangen sind. In der Zwischenzeit bin ich der Meinung, dass absolut niemand wirklich objektiv ein Buch bewerten kann. Natürlich kann man auf den Aufbau eines Buches eingehen (so wie du es ausführlich beschrieben hast), aber der Aufbau alleine macht eine Rezension ja nicht aus. Da kommen in meinen Augen immer Gefühle ins Spiel – und die sind und bleiben subjektiv. Anders kann es ja nicht sein, dass ein- und dasselbe Buch auf Literaturplattformen so unterschiedlich wahrgenommen wird.

    Aber ich finde das gut so, wie es ist, denn unterschiedliche Meinungen bedeuten auch unterschiedlichen Lesegeschmack. Und je mehr unterschiedliche Meinungen es gibt, desto leichter tue ich mich herauszufinden, ob ein Buch meinen Lesegeschmack anspricht oder nicht. Ich habe mir daher sogar angewöhnt, oft die negativen oder neutralen Bewertungen zuerst zu lesen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Schwächen dort eher aufgedeckt werden. Das bedeutet nicht, dass ich das Buch nicht lese, es geht mir mehr darum, mir ein realistisches Bild zu machen, wenn ich unschlüssig bin, ob mich ein Buch anspricht.

    • Ha, ha, das mache ich auch, wenn ich unschlüssig bin: Ich picke mir die negativen Bewertungen zuerst heraus. Ich lese eigentlich ohnehin nur in Blogs positive Bewertungen, fällt mir gerade auf. Auf den anderen Plattformen gar nicht. Vielleicht um die Erwartungshaltung nicht unnötig in die Höhe zu puschen?

      Ich glaube auch, lesen ohne Gefühl geht nicht. Lesen gehört nicht umsonst zu den schönen Leidenschaften, und wie soll man leiden, wenn man nicht fühlt? 😉

  • Und zu deiner Frage bezüglich Amazon & Co: Die meisten kopieren ihre Rezis aus dem Blog ja eins zu eins auf diese Portale (Mache ich selbst nicht anders), daher gehe ich auch dort nicht davon aus, objektive Bewertungen zu finden. Ich habe aber gemerkt, dass ich gewissen Plattformen wie Goodreads den Vorzug gebe, wenn ich auf die Suche nach Meinungen gehe. Einfach weil ich dort das Gefühl habe, dass dort unverblümter gesagt wird, wenn etwas nicht gefallen hat. Auf den deutschsprachigen Plattformen dagegen begegnen mir dagegen zu viele gut gemeinte Bewertungen, die mir bei zweifelhaften Titeln nicht unbedingt weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Ascari

    • Ja, bei Goodreads ist mir auch aufgefallen, dass dort mehr unverblümte, spontan geschriebene Leseeindrücke festgehalten werden. Deswegen bin ich auch gerne dort.
      Ich schreibe dort auch nur wenige Rezensionen, mehr so spontane, unkorrigierte, ungeschliffene Leseeindrücke. Schnelle Notizen.

      Danke für deinen Besuch und deine Zeilen, und einen wunderbaren Start ins Wochenende!

    • Ich bevorzuge auch GR für einen ersten Einblick zur Meinung des Buches und meist trifft diese dann auch zu!

  • Deine Gedanken kann ich durchaus nachvollziehen und die Kritik daran ist manches Mal angebracht. Wichtig für mich persönlich, um eine Rezension für mich einschätzen zu können ist, ob ich von Tatsachen lese, wie z.B. sehr detailliert gezeichnete Charaktere oder oder ob der Rezensent ausschließlich sein Empfinden kund tut. Denn dann haben Amazon, Thalia und wie sie alle heißen Rezension die ausschließlich persönliche Zusammenfassungen, Meinungen und Erwartungen formuliert, ohne die tatsächlichen Fakten. Mir ist es wichtig zu schreiben was Fakt ist und füge dann mein persönliches empfinden hinzu und formuliere, was ich als Vielleser erwartet hätte. Eine Rezension finde ich dann besonders wertvoll, wenn ich das als Leser auch unterscheiden kann und dann kann ich die subjektive Betrachtung auch besonders und gern wertschätzen.

    Liebe Grüße

    Anja

    • Hallo liebe Anja,
      heute sehe ich wieder, wie wichtig mir der Blog ist. Und warum er mir so gefehlt hat. Solche Diskussionen fehlen nämlich in meinem Umfeld, da sich hier niemand – außer ich – für Bücher interessiert.
      Mir ist beim Kommentieren der Kommentare nämlich „ein Licht aufgegangen“: Es gibt gar nicht die objektive Rezension überhaupt, genauso wenig wie es die subjektive Rezension überhaupt gibt (okay, vielleicht findet man eine solche in manchen Blogs, aber die lese ich dann wohl nicht). Im Grunde ist eine Rezension immer ein Mix aus beidem. Manchmal überwiegt vielleicht die subjektive Meinung etwas, doch auch dahinter verbirgt sich ein objektiver Sachverhalt.
      Danke für deine Zeilen, deine Meinung, die ich teile, und einen guten Start ins Wochenende!

  • Huhu Iris,
    wunderbar geschrieben und eine Thematik die sonst gerne mal unter geht in all den verschiedenen Beiträgen und Blogs.

    Ich kann deine Worte absolut nachvollziehen und (fast) unterschrieben. Wie du schon selbst schreibst, eine Rezension ist nie zu 100% objektiv und ich persönlich erwarte dies auch nicht – egal auf welcher Plattform rezensiert wird. Wichtig finde ich dabei jedoch darauf hinzuweisen warum das Buch so überzeugte oder gar ganz enttäuschte – welche Kritikpunkte der Leser/die Leserin hat und dann kann ich für mich entscheiden ob es mir ebenso gehen würde.

    Hab einen feinen Start ins Wochenende!

    • Hallo Janna,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich denke, die Antwort auf das Warum ist wohl die Wichtigste in Blogrezensionen. Wenn die beantwortet ist, kann der Blogleser entscheiden, ob das Buch etwas für ihn ist oder nicht. Egal, ob die Rezension negativ oder positiv war.
      Da hast du einen wichtigen Punkt angesprochen! Vielen Dank, dir auch einen tollen Start ins Wochenende!

  • Ich schreibe meine Rezensionen (die ich neben meinem Blog auch auf diversen Buchplattformen und je nachdem auch bei Amazon und anderen Online-Buchhändlern veröffentliche) praktisch ausschliesslich subjektiv. Meine Sterne-Wertung beschreibt mein Lesevergnügen, nicht mehr und nicht weniger. Ich erwähne aber auch immer, wenn das Buch eigentlich gut wäre, mich aber enttäuscht hat, weil es viele ähnliche gibt, die ich bereits gelesen habe (Dystopien sind beispielsweise oft sehr ähnlich aufgebaut, sodass man nach 2-3 Reihen schon genau weiss, worauf es hinauslaufen wird, wenn man eine neue Reihe beginnt). Ich bin keine professionelle Literaturkritikerin, ich habe auch nicht Literatur studiert, ich wüsste daher wohl auch nicht, wie ich ausschliesslich objektiv kritisieren sollte (ausser natürlich Dinge wie Rechtschreibung oder abwechslungsreiche Wortwahl etc., die ich in meinen Rezis auch immer erwähne, wenn sie fehlen sollten).

    • Hallo Aglaya,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Einblick in deine Rezensionsarbeit! Mir persönlich gefallen subjektive Rezensionen auch besser, besonders dann, wenn man diese Leseleidenschaft in den Zeilen spürt (egal ob negativ oder positiv besprochen).
      Es stimmt. Vielleser bewerten manche Bücher negativer, weil Bücher sie oft nicht mehr so überraschen können wie jemanden, der nur wenig oder gelegentlich liest. Ist bei mir momentan mit den Mainstream-Thrillern so. Auch das wäre natürlich eine totale subjektive Ansicht, die man in den Besprechungen berücksichtigen sollte.
      Herzlichen Dank für deine Zeilen, liebe Grüße, Iris

  • Hallo Iris,

    da ich Bücher mit einem Lesekreis lese, stelle ich immer wieder (vor allem in den anschließenden Diskussionen) fest, dass ich Büchern gegenüber manchmal ungerecht bin. Ich habe schon oft festgestellt, dass der Zeitpunkt für ein Buch passen muss und bei einem Lesekreis kann ich mir den ja nicht aussuchen. Wir passen immerhin ein wenig auf, dass die Bücher in die Jahreszeit passen. „Sturmhöhe“ kann man nicht im Frühling oder Sommer lesen. 😆

    Auf meinem Blog lasse ich inzwischen die Sternebewertung weg, da ich festgestellt habe, dass ich nach dem Lesen impulsiv auf Goodreads manchmal anders bewertet habe als nach dem Schreiben einer Rezension. Ich verlinke seit über einem Jahr auch gern andere Rezensionen, die gern auch eine andere Meinung widerspiegeln können und sollen. Bücher sind nun mal auch Geschmackssache.

    Liebe Grüße,
    Mona

    • Hallo Mona!
      Ja, das richtige Buch zur richtigen Zeit wird gleich positiver besprochen als das gleiche Buch zur falschen Zeit. Ist bei mir auch so. Ein Grund, warum ich nur in Ausnahmefällen Rezensionsexemplare annehme, denn manchmal ist das Buch gut, aber ich so gar nicht in der Laune, die das Buch brauchen würde. Meine gekauften Bücher liegen dann zwar manchmal jahrelang rum, aber irgendwann passt es einfach. Für mich und das Buch :-).
      Über meine Bewertungen grüble ich manchmal im Nachhinein auch. Meistens dann, wenn ich ähnliche Bücher gelesen habe und mehr Vergleichsmöglichkeiten habe. Da würde ich im Nachhinein oft anders bewerten, als so spontan direkt nach dem Lesen und ohne Vergleichsmöglichkeiten. Ist mir auch schon aufgefallen.
      Rezensionslinks zu anderen Meinungen wird es auch bei mir wieder geben. Gerade wenn die Meinung ganz weit auseinanderklafft, finde ich sie interessant.
      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, liebe Grüße, Iris

  • Also auf Blogs bin ich auch ganz klar für subjektive Rezensionen!!! Wenn ich nämlich Blogger im Laufe der Zeit kennen lerne, kann ich anhand von deren Bewertungen gut einschätzen, ob ein Buch was für mich ist. Für objektive Meinungen sind andere Plattformen die bessere Wahl…

    Also – schreib bitte deine Rezensionen weiter so subjektiv mit all den Beeinflussungen durch deine Stimmung und Erwartungshaltung.

    Liebe Grüße

    • Hallo Tabea,
      vielen Dank für deine Rückmeldung! Ich denke, mir (und meinen Lesern) bleibt das Subjektive hier ohnehin nicht erspart, da ich eine viel zu emotionale Leserin bin. Beim Rezensieren kochen dann gerne auch mal die Emotionen hoch. Und Emotionen soll man ja nicht unterdrücken. 🙂
      Es bleibt also alles total subjektiv hier. Danke für deine Zeilen! Liebe Grüße, Iris

Die Leserin - Literarisch kriminell veranlagter Buchblog.

LITERARISCH KRIMINELL VERANLAGT.

Iris aka „Die Leserin“ bloggt hier seit September 2017 über Bücher, Neuerscheinungen, Literaturnews, eReading und SocialReading. Vorwiegend findet ihr hier Rezensionen zu Krimis, Thriller, Dystopien, zwischendurch auch zu zeitgenössischen Romanen und Jugendbüchern.

Blogmotto: Einfach. Gemütlich. Lesen. Und bloggen. 🙂

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